10 September 2007


Bild 1: Begrüssung durch OB der Stadt Hildesheim Kurt Machens
Bild 2: Im Gespräch BMF Steinbrück und OB Machens
Bild 3: BMF Steinbrück und MdB B. Brinkmann
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10 September 2007



Bild 1: MdB B. Brinkmann, Willi Lemke, Markus Brinkmann,
Detlef Winter
Bild 2: Senator Willi Lemke (SPD)
Bild 3: Signierung von Autogrammkarten an Parteifreunde
Im Rahmen einer SPD Veranstaltung in Borsum (Landkreis Hildesheim) am 06.09.2007 wurde für das Thema „Breitensport und Profifußball – ein Widerspruch?“ der Hauptredner Willi Lemke (Senator für Inneres, Sport, Feuerwehr und Polizei der Stadt Bremen und Aufsichtsratsvorsitzender des Bundesligafußballvereins SV Werder Bremen) gewonnen.
Nach der Eröffnung durch SPD-Landtagskandidat Markus Brinkmann und die Grußworte durch den Vorsitzenden des KFV Hildesheim Detlef Winter referierte Willi Lemke über 45 Minuten und begeisterte die über 70 Zuhörer im Saal.
„Die totale Kommerzialisierung der Bundesliga“ sagt Willi Lemke.
In der Bundesliga steigen die Umsätze durch die Einnahmen aus Fernsehen und Sponsoren. Es lebt Wachstum, Glanz und Glamour. Mittlerweile werden Bundesligameldungen in der Medienberichterstattung über nationale und internationale Ereignisse und Nachrichten gestellt. Ob das gesellschaftlich richtig gewichtet ist, da habe ich meine großen Zweifel.
Wir brauchen eine Bundesliga, die insgesamt ausgeglichen ist. Auch Aufsteiger aus der zweiten Bundesliga müssen eine Chance haben. Ich will keine Bundesliga, die durch Lizenzvergaben durch reiche Milliardäre aus Amerika oder Russland bestimmt wird. Die sich gleich einen ganzen Fußballclub kaufen können. Ein schreckliches Signal wäre das für mich. Ich bin da wohl – mit meinen Vorstellungen – ein Auslaufmodell. Mittlerweile erhalten Spielervermittler eine 6- bis 7-stellige Vermittlungsprovision.
Das Thema Doping in der Bundesliga ist für mich undenkbar. Obwohl es in anderen Ligen bereits Vorfälle (Ukraine und Russland) gegeben hat. Wir müssen dabei extrem aufpassen.
Ferner wäre mir eine deutsche Spielerbeteiligung wesentlich angenehmer. Die Spielerfluktuation ist ein großes Problem und von den Spieler auch unehrlich. Es geht vermutlich nur noch um mehr Gehalt. Alte Bremer Urgesteine (Dieter Eilts, Rudi Völler, Frank Neubarth, Dieter Burdenski), die auch Angebote von anderen Vereinen erhalten haben, sind dabei nicht umgefallen und uns treu geblieben. Natürlich mussten wir denen auch im Gehalt nachlegen. Aber im Herzen – und dass hat man Ihnen auch so abgenommen – waren Sie immer grün-weiße.
„Der einzelne Mensch und dessen Schicksal ist mir eine Herzensangelegenheit“!
Im Breitensport gibt es unzählige Ehrenämter. Aber gerade die, die sich um unsere Jugend kümmern, sag ich regelmäßig – weil ich auch selber 4 Kinder habe:
Es ist das was ich so schätze, die Organisation und der Erhalt dieser Vereinsstrukturen – um die uns andere Länder beneiden – ist eine gesellschaftliche Herausforderung.
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